Surrounded By Drums

Artikelnummer 2162

Erleben Sie atemberaubende Schlagzeug-Surround-Aufnahmen aus der Drummer-Perspektive.

Zusammenfassung

Für Fans der Weltklasseschlagzeuger Simon Phillips, Kenny Aronoff, Dennis Chambers, Mel Gaynor und für alle, die sich für 5.1-Surroundaufnahmen und -mischungen interessieren, ist die „Surrounded by Drums" DVD ein besonderer Leckerbissen.
Die DVD bietet das einmalige Hörerlebnis, den Drummer-Legenden aus Ihrer eigenen Hörperspektive zuzuhören, gibt aber auch einen Einblick in die Produktion der ersten 5.1-Drum-Sample-Library, die mit SPLs Surround-Recording-System Atmos 5.1 aufgenommen wurde.

Die DVD-Video ist ideal geeignet, sich über die technischen und klanglichen Möglichkeiten aktueller Mehrkanalproduktionen zu informieren. SPL hat dabei bewusst auf Schlagzeugaufnahmen gesetzt, da diese zu den schwierigsten Instrumentalaufnahmen im Rock/Pop-Bereich gehören – die Ergebnisse sind ohne Übertreibung als spektakuär zu bezeichnen.

Die DVD-Video bietet sowohl Dolby Digital- als auch DTS-Tonformate, darüber hinaus liegen die Aufnahmen auch als Stereo-Downmixes vor.

Preise/Bestellung

Die DVD "surrounded by drums" ist direkt bei SPL erhältlich und kostet 35€ zzgl. Versandgebühr.
Die Bezahlung kann per American Express-Kreditkarte, per Vorabüberweisung oder per Nachnahme (zzgl. Versand & NN-Gebühr) erfolgen. Bitte teilen Sie uns im Falle der Bestellung mit, wie Sie zahlen möchten: EMail

Inhalt

1. SOLI
Jeder Drummer spielt zwei Soli aufgenommen aus seiner Perspektive für 5.1 Surround oder als Stereo-Mischung aus traditioneller Hörposition vor dem Schlagzeug.

2. INTERVIEWS
Jeder Drummer erzählt von seinem Einstieg in dieses einmalige Projekt, von seinen Erwartungen und den gewonnenen Erkentnissen.

3. MAKING OF

Der 15-minütige Videomitschnitt informiert über das Studio, die Mitwirkenden, die Aufnahmetechniken und die Abläufe dieser ersten 5.1 Aufnahmesession für Drums.

4. AUDIO SETUP
Hier können Sie zwischen den Formaten DTS und Dolby Digital als 5.1-Dekodierung wählen.

5. MIKING SETUP
Beschreibung der verwendeten Mikrofone und Drum-Kits

6. CREDITS

Fade In

Surround-Sound wird das zukünftig dominierende Wiedergabeformat nicht nur für Film, sondern auch für Musik sein. Dabei ist es erstmal unerheblich, um welches Kompressionsformat (AC3 oder DTS) oder um welches Datenformat (DSD = SACD oder PCM = DVD Video/Audio) es sich handelt, da sich die Voraussetzungen wie die Speicherkapazität der Tonträger ändern werden. In absehbarer Zeit wird unkomprimierter Mehrkanalton mit Video auf einer CD-großen Scheibe Platz haben.

Die wirklich wichtigen Fragen aber sind: Wie nimmt man Musik sinnvoll in Surround auf? Wie ist der Unterschied zu beurteilen zwischen Surround-Mischungen und Surround-Aufnahmen?
Unsere Erfahrungen mit dem Surround-Aufnahmesystem Atmos 5.1 beweisen, das man bessere Resultate erhält, wenn in Surround aufgenommen wird, statt beispielsweise Mono- und Stereoquellen im Mix in einem selbsterschaffenen Raum zu platzieren.

Alle Vergleiche in dieser Richtung erbrachten immer das gleiche Ergebnis: Der echte Raumeindruck ist nicht "produzierbar". Das Klangbild löst sich nicht von der Lautsprecherebene. Die Lautsprecher bleiben lokalisierbar, denn das verbindende Element, welches das Atmos 5.1-System liefert, fehlt. Außerdem ist eine künstliche Surround-Mischung aufwändiger als eine direkte Surround-Aufnahme, da man sich über alle Positionen der Instrumente und Stimmen im Raum einig werden muß. Da man aber über die Anpassung der Lautstärke eines Instruments aus einer bestimmten Richtung nicht seine räumliche Phasenlage definieren kann, bleibt die Arbeit unvollkommen. Klanglich wirkt sich das so aus, dass die Surround-Mischung zusammenhanglos klingt und damit die Musik als nicht Ganzes empfunden werden kann. Der Surround-Effekt dient bei vielen Titeln mehr dem Effekt, als der Musik.

Die Idee zu "surrounded by drums"

Chris Pfannschmidt, der schon mit „Real Mega Drums“, „Real Mega Rhythm“ und vielen anderen erfolgreichen CD-ROMs und seiner Programmierarbeit für Clavias DDrum 4, Steinbergs LM 4, Simple Minds und viele andere Bands einen exzellenten Ruf als Produzent für Schlagzeugsounds genießt, trat an uns heran mit einer sehr konkreten Verstellung über die zukünftige Aufnahmetechnik für Schlagzeug. Für ihn ist klar, dass eine "Bio-Bude", wie er es nennt, direkt in 5.1 aufgenommen werden muss. Ein E-Kit hingegen sollte zukünftig direkt ein Surround-Sample ausspielen.

Dabei ist es eine Frage an den Produzenten, ob er das Schlagzeug traditionell von vorne anhört (die Hi-Hat ist dann wie immer rechts), oder aus der Perspektive des Schlagzeugers (dann ist die Hi-Hat links). Da Hörgewohnheiten sich nur langsam verändern, wird es wohl noch etwas dauern, bis wir in den Genuß der Schlagzeugerperspektive in Rock- und Pop-Produktionen kommen.

Wir fanden die Vorstellung sehr spannend, anhand von Natur-Schlagzeugaufnahmen, die zu den schwierigsten Instrumentalaufnahmen überhaupt gehören, das Potenzial von Surroundsound für die kommende Musikproduktion zu zeigen. Ebenso sahen wir eine gute Möglichkeit, Inhalte für das Atmos 5.1 zu produzieren, die mit der direkten Surround-Aufnahme spektakuläre und völlig neue Höreindrücke vermitteln.

Die Hörperspektive

Für die angedachte DVD bzw. Surround-Drum-Loops & -Grooves ROM-Produktion entschieden wir uns für die Aufnahmeperspektive des Schlagzeugers aus zwei Gründen.
Erstens lässt sich die Schlagzeugerperspektive in eine traditionelle Zuhörer-Perspektive umkehren, indem die Surroundlautsprecher-Anteile nach vorne geblendet werden und L/R vertauscht wird. Umgekehrt kann man eine Zuhörer-Perspektive nicht in eine Schlagzeuger-Perspektive verwandeln. Zweitens haben sich die Schlagzeuger aus ihrer eigenen Perspektive noch nie im Studio gehört. Auf ihre Kommentare waren wir allerdings sehr gespannt, denn nur sie konnten uns verlässlich sagen, ob wir die Schlagzeugerperspektive authentisch reproduzieren könnenn.

Die Rolle des Videos

Von einer DVD zu Vorführzwecken, die nebenbei aus der Produktion der Sample-Session entstehen konnte, war Anfangs nur am Rande die Rede. Die Kosten waren sowieso schon hoch und eine Videoproduktionsfirma konnten wir nur für die DVD nicht engagieren. Schließlich geht es um Audio und darauf lag auch der gesamte Fokus.

Mit einem DV-Camcorder haben wir einfach gefilmt, wenn die Zeit dazu übrig war. Bei den Soli haben wir die Kamera auf ein Stativ vor den Musiker gestellt. Während der Aufnahme war bis auf den Schlagzeuger niemand in der Aufnahmehalle. Die maximale Konzentration auf das Audioergebnis war oberste Prämisse. Herumlaufende Kameramänner stören da sehr.
Wer also die DVD kaufen will, um sich was „abzuschauen“, kann das vergessen. Wer jedoch hören will, was klanglich in Surround geht, ist hier bestens bedient.

Die Musiker

Als Musiker konnte Chris Pfannschmidt die Weltklasseschlagzeuger Simon Phillips, Kenny Aronoff, Dennis Chambers und Mel Gaynor gewinnen. Nach Monaten mit zig E-Mails konnte endlich ein Zeitfenster für die Aufnahme zwischen November 2000 und Februar 2001 gefunden werden.

Simon Phillips
Simon Phillips, der noch nie bei einer Sample-Produktion mitgemacht hatte, konnte wegen seines hohen Technikinteresses und seiner Arbeit als Toningenieur und Produzent durch die Tatsache gewonnen werden, dass wir in 5.1 Surround aufnehmen würden.
Simons Drum-Tech Iain „Robbo“ Robertsen brachte das Kit von Simon aus England mit. Als ich ihn am Aufbautag im Galaxy-Studio traf, philosophierten wir über Drum-Sound und spekulierten, was uns die Session bringen wird. Iain sagte: „Wenn Simon mit dem Schlagzeugsound zufrieden ist und das auch sagt, dann ist es das erste Mal seit einigen Jahren.“ Da musste ich schlucken.
Was Simon dann tatsächlich nach den Aufnahmen sagte, ist auf der „surrounded by drums“ zu hören unter Interviews/Simon Phillips.
Alles weitere über Simon Phillips gibt's hier: www.simon-phillips.com

Kenny Aronoff
Kenny Aronoff zählt zu den meist aufgenommenen Schlagzeugern der letzten 10 Jahre. Sein „straighter“ Stil ist für das Sampling ideal. Vielleicht werden seine Sounds die am meisten verwendeten, weil sie sehr universell einsetzbar sind.
Die Session mit ihm war von Lachmuskelkater geprägt. Was für ein Clown und gleichzeitig eine Präzisionsmaschine mit Groove. Für jemanden, der behauptet vom Mars zu sein, vielleicht normal.
Kennys Erfahrungsbericht wie auch der von Dennis und Mel finden sich ebenfalls auf surrounded by drums/Interviews. Alles weitere zu Kenny: www.kennyaronoff.com

Dennis Chambers
Dennis hatte die Aufnahmerunde eröffnet – und natürlich ging was schief. Am Airport wurde er zunächst nicht gefunden, das Gepäck passte nicht in den Wagen usw. Nicht mit der allerbesten Laune kam er im Galaxy an. Doch schon am gleichen Abend, nachdem der Aufbau abgeschlossen war und die ersten Töne im Studio zu hören waren, war aller Ärger vergessen und eine Session mit einem überraschend gut aufgelegten Dennis Chambers nahm seinen Verlauf. Dennis hatte auf dem Gebiet des Samplings auch noch keine Erfahrung und ihm wurde schnell klar, was das eigentlich für ein Aufwand ist. „Ich habe einen völlig neuen Respekt für Leute bekommen, die Samples machen“, sagt er später im Interview.

Dennis zählt wohl nicht nur für mich zu den begnadetsten Schlagzeugern. Am besten kann das wohl Simon Phillips beurteilen, den ich im Galaxy-Studio ein dreiviertel Jahr später traf und ihm die Master-Kopie der DVD vorspielte. Er wollte sofort Dennis‘ Solo hören und sehen und kommentierte nur mit: „Bastard“.
Alles weitere zu Dennis: www.dennischambers.com

Mel Gaynor
Mel und Chris sind schon seit vielen Jahren befreundet. Weltbekannt als Schlagzeuger von den Simple Minds ist Mel Gaynor auch ein gefragter Studio-Drummer, Produzent und – man lese und staune – ein überraschend guter Sänger.

Das Studio

Eine so hochkarätige Besetzung an Weltklasse-Schlagzeugern bedingt natürlich auch ein ebenbürtiges Studio. Die Wahl fiel recht schnell auf die Galaxy Studios in Mol, Belgien. Die akustischen Verhältnisse im großen Aufnahmeraum boten die ideale Voraussetzung. Mit einer Grösse von 330 qm und 8m Höhe verfügt die "Galaxy Hall" über eine flatterfreie Hallzeit zwischen 1,6 und 2,6 Sekunden.

Was es alles über die Galaxy-Studios zu wissen gibt, steht in einem Artikel von Fritz Fey aus dem Studio Magazin 1/02.

Das Aufnahmeequipment

Aufgenommen wurden alle Sessions mit einer AMS Neve Capricorn Konsole mit dem CXS Surround Panel auf ProTools 24 und Akai DR 16 Pro. Als Abhöre dienten Genelec 1035B für die vorderen drei Lautsprecher und Genelec 1038A für die Surround-Kanäle.

Mikrofonvorverstärker bzw. Kanalzüge:
2x SPL GoldMike
5x SPL Channel One
1x Focusrite Red

Processing Equipment:
1x Tube Tech Kompressor
1x Summit Audio Kompressor
1x Empirical Labs Disstresser
1x SPL Kultube Kompressor
3x TC electronic M6000
1x SPL Tube Vitalizer
2x SPL Stereo Vitalizer MK2-T
3x SPL Qure parametrischer Equalizer
3x SPL Transient Designer

Hatten wir bereits erwähnt, dass zur Surround-Mikrofonierung das SPL Atmos 5.1-System eingesetzt wurde?

Die Aufnahmecrew


Chris, Iain, Simon und Uli; vorne Bram.
Produziert wurden die Aufnahmen von Chris Pfannschmidt, aufgenommen und gemischt von Uli Baronowski, mit tatkräftiger Unterstützung von Bram Poelmans.

Die Mikrofonierungen

Simon Phillips
Bassdrums (24"):
Shure Beta 52 (innen)
Neumann U87 (außen)
Bassdrum (18"):
Shure Beta 52 (innen)
Neumann TLM 170 (außen)
Snaredrum 1 (Gladiator):
Shure SM57 (top)
AKG C414 (bottom)
Snaredrum 2 (Pageant):Shure SM 98
Piccolo-Snaredrum:Shure SM 98
Toms:6x Shure SM98
Gong-Tom:Neumann U87
Octabans:4x Shure SM57
Hi-Hats:Shure SM81,B&K 4011
Overheads:2x Neumann U 67
Room:SPL Atmos 5.1/Brauner ASM-5

Kenny Aronoff
Bassdrum:
Sennheiser MD 421
Shure 91A PZM
Neumann TLM 170
Snaredrums:
Shure SM 57 (Top)
AKG 414 (Bottom)
Tom 1:Neumann KM84
Tom 2:Neumann KM84
Tom 3:Neumann KM84
Tom 4:Neumann KM84
Hi-Hat 1:B&K 4011
Hi-Hat 2:B&K 4011
Ride-Cymbal:Neumann KM 184
Overheads:2x Neumann U 67
Room:
Front:2x Neumann U87
Back:2x Neumann U87
SPL Atmos 5.1/Brauner ASM-5

Mel Gaynor
Bassdrum:
AKG D 12
Shure 91A PZM
Neumann TLM 170
Snaredrum 1:
Shure SM 57 (Top)
AKG 414 (Bottom)
Snaredrum 2:Shure SM 57 (Top)
Tom 1:Neumann KM 84
Tom 2:Neumann KM 84
Tom 3:Neumann U 87
Floor-Tom 1:Neumann U 87
Floor-Tom 2:Neumann U 87
Hi-Hat:B&K 4011
Ride Cymbal:B&K 4011
Overheads:2 x Neumann U 67
Room:
Front:2x AKG 414
Back:2 x Neumann U 87
SPL Atmos 5.1/Brauner ASM-5

Dennis Chambers
Bassdrum:
Sennheiser MD 421
Neumann TLM 170
Shure PZM 91A
Snaredrum:
AKG 414 (top)
AKG 414 (bottom)
Toms:3x Neumann KM 84
Floor-Tom 1:Neumann KM 84
Floor-Tom 2 und 3:2x Neumann U 87
Hi-Hat:B&K 4011
Ride-Cymbal:Neumann KM 184
Overheads:2x Neumann U 67
Room:
Front:2x AKG 414
Back:2x Neumann U 87
SPL Atmos 5.1/Brauner ASM-5