MTC 2381
Stereo-Laustärkeregelung, Quellen- und Lautsprecherverwaltung, Cue-Mixing, Talkback
"Super sound quality. Great ergonomics. All the key facilities you need". Test in SOS (UK)
Insbesondere Anwender moderner Audio- oder Videoproduktionssysteme (Pro Tools®, Nuendo®, Cubase®, Logic Pro®, Deck® etc.) werden die Vorteile des MTC schätzen, denn die Abhörlautstärke und die Quellenverwaltung kann unabhängig von der Software und ohne Qualitätsverlust geregelt werden. Somit ist es nicht mehr notwendig, in der Software zusätzliche Aux-Wege für das Monitoring anzulegen.
Darüber hinaus ist der damit verbundene Nachteil, dass bei hohen oder niedrigen Lautstärken Über- oder Untersteuerungen der Wandler auftreten können, ausgeschlossen.
Ein weiteres entscheidendes MTC ist die Möglichkeit zur Verwaltung von bis zu sechs Eingangsquellen. Das Vergleichshören wird wesentlich vereinfacht gegenüber dem Aufwand, den das Abhören durch den Import aller Audio-Dateien in den Rechner bereitet – ganz zu schweigen von den dadurch notwendigen, zusätzlichen A/D-D/A-Wandlungen.
Die Ein- und Ausgangselektronik ist mit original SPL-Symmetrietreibern aufgebaut. Eine Frequenzübertragung bis 100kHz, äußerst hohe Dynamik und Gleichtaktunterdrückung gewährleisten technische Daten, wie sie nur die hochwertigste Analogtechnik zu liefern vermag.
Über jedem Schalter der Bedienfront zeigt eine LED den Status des betreffenden Schalters an (bei gedrücktem Schalter leuchtet die LED). Wird die Talkback-Funktion über einen externen Schalter ausgelöst, leuchtet die Talk-LED ebenfalls auf.
Das analoge Master Volume-Potentiometer regelt die Audiosignale direkt, so dass keine signalverfälschende Elektronik wie bei sonst üblichen Regelschaltungen aus VCAs, DACs etc. zum Einsatz kommt, die zu größeren Toleranzen zwischen den Kanälen führen würde und eine höhere Verzerrungsneigung aufweist. Außerdem besitzt das Potentiometer ein optimales Drehmoment für eine präzise und angenehme Regelcharakteristik.
Am MTC 2381 können bis zu 3 Stereo-Lautsprechersets angeschlossen werden. Der MTC hat keine Trim-Potis, um den Signalweg nicht unnötig zu belasten—schließlich sind alle Aktivlautsprecher oder Endstufen bereits mit Eingangsempfindlichkeitsregler ausgestattet. Beim Abgleich sollte man mit dem leisesten Lautsprecherpaar (geringste Schalldruckleistung) beginnen und die Eingangsempfindlichkeit auf den Maximalwert einstellen. Bei unverändertem Master Volume-Wert am MTC regelt man nun die Eingangsempfindlichkeit der anderen Pärchen soweit zurück, bis alle gleich laut klingen. Wenn man kein Schalldruckmessgerät (um nicht zu sagen: ein SPL-Meter :) zur Hand hat, nimmt man diesen Abgleich per Gehör vor.
An den Footswitch-Klinkeneingang kann ein Schalter oder Taster angeschlossen werden, über den die Talkback-Funktion fernbedient werden kann. Es können handelsübliche Fußschalter oder Taster verwendet werden, wie man sie beispielsweise aus dem Keyboard-Bereich kennt.
An den symmetrischen Slave Out-Klinkenbuchsen können alle aktiv geschalteten 2Tr-Eingänge (Mix, 2TrA bis 2TrD) summiert abgegriffen werden. Beispielsweise kann das Monitoring-Signal parallel einem Aufnahmemedium zugeführt oder der Ausgang eines CD-Players gleichzeitig abgehört und in die DAW geleitet werden. Ebenso ist der Anschluss analoger Stereo-Metering-Geräte möglich. Das über den Musician-Eingang geführte Musiker-Signal wird nicht auf den Slave Out-Ausgang geführt – es wird ja nur für latenzfreies Monitoring genutzt und nicht für die Aufnahme.
Am Talk Out-Ausgang wird über eine symmetrische Klinkenbuchse nur das Talkback-Mikrofonsignal ausgegeben, um eine alternative Abhörmöglichkeit zu schaffen (etwa in einem anderen Raum).
Dieser Ausgang ist dann sinnvoll nutzbar, wenn beispielsweise nicht alle Musiker im Aufnahmeraum Kopfhörer tragen wollen oder können. Auch Werbe- oder Synchron-Sprecher tragen oft ungern Kopfhörer. Über die Talk Out-Buchse kann der Toningenieur direkt über einen Aktiv-Lautsprecher, der im Aufnahmeraum platziert ist, zu den Sprechern oder Musikern sprechen. Die Lautstärke des Talk-Signals wird über den Talk-Level-Regler eingestellt.
Am Kopfhörerausgang kann ein Kopfhörer angeschlossen werden, um die Kontrollraummischung parallel zum gewählten Lautsprecherpaar abhören zu können. Der Kopfhörer wird über den HP On-Schalter ein- oder ausgeschaltet, so dass er auch gesteckt bleiben kann, wenn er stumm sein soll.